Neues aus der Martinskirche

Noch immer wird im Kircheninnenraum der Martinskirche kräftig gearbeitet.

Der neue Fußboden

Bereits im April konnte der neue Fußboden im Kirchenschiff fertiggestellt werden. Dabei wurden noch intakte, wiederverwendbare Sandsteinplatten und neu hergestellte Sandsteinplatten eingesetzt. Die neuen Platten wurden mit einem speziellen Sägeverfahren bearbeitet, damit sie die gleiche Oberflächenstruktur wie die alten Platten aufweisen. So konnte gewährleistet werden, dass alt und neu gut zusammenpassen und ein gleichmäßiges Erscheinungsbild entsteht. Abschließend wurde der Plattenbelag mit einem farblich passenden, beigen Mörtel verfugt.

Arbeiten an Decken und Wänden

Der neue Bodenbelag wurde nach der Fertigstellung mit diffusionsoffenen Stoffbahnen als Oberflächenschutz abgedeckt. Anschließend ist der Kircheninnenraum innerhalb einer Woche vollständig eingerüstet worden – man kann also die Kirchendecke direkt berühren. Das ist eine Grundvoraussetzung für die restauratorischen Arbeiten an der Decke. Zunächst sind zusammen mit dem leitenden Restaurator schadhafte Putzbereiche, wie z.B. kleinere und größere Rissbildungen oder durch Feuchtigkeit entfestigte Stellen begutachtet worden. Dabei ist der jeweils erforderliche Handlungsbedarf für die Instandsetzung der Schäden festgelegt worden.

Nun werden Fehlstellen und Risse mit dem historischen Bestand entsprechenden Kalkputzmörteln repariert. Nach deren Trocknung werden zunächst die Deckenputzflächen mit bis zu fünf dünnen Kalkanstrichlagen gestrichen. Anschließend muss das Innengerüst zur Bearbeitung der Wandflächen umgebaut werden.

Elektrobauarbeiten

Für die neue Kirchenbeleuchtung, für die akustische Anlage und für die neue elektrische Heizungsanlage mussten zahlreiche Leitungen verlegt werden. Überwiegend sind diese im Bereich des neuen Kirchenbodens und im Bereich der Emporendecke angeordnet worden, um neue Kabelschlitze in den z. T. noch mittelalterlichen, wertvollen Putzbeständen vermeiden zu können.

Anstrich/Fassung der hölzernen Einbauten und Ausstattungsgegenstände

Erst wenn Decken und Wände vollständig fertiggestellt sind, kann die Bearbeitung der Emporen, der Emporen-Treppe und der Kirchenbänke beginnen. Neben diversen Reparaturen, steht dann auch die farbliche Neufassung auf dem Programm. Die endgültige Entscheidung über deren Aussehen wird vom Kirchenvorstand nach dem Umbau des Innengerüstes getroffen werden.

Matthias Frischmuth, Architekt

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